Top News aus der 3.Liga

10.07.2020:

Das noch ausstehende Halbfinale im Toto-Pokalwettbewerb des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) zwischen dem FC Memmingen und dem TSV 1860 München wird nicht ausgetragen.

Die beiden Vereine haben sich darauf verständigt, das Halbfinale im BFV-Toto-Pokal nicht auszutragen und dem Verband ihre Entscheidung mitgeteilt. Der Verzicht auf das Pokal-Halbfinale fällt dem FCM-Vorsitzenden Armin Buchmann nicht leicht, aber es ist für ihn eine Entscheidung der Vernunft angesichts der Unwägbarkeiten und der damit verbundenen wirtschaftlichen Risken in Corona-Zeiten. Frühestens ab September kann in ganz Bayern der Fußball unterhalb der Profiligen wieder rollen. In der Memminger Arena würde mit ziemlicher Sicherheit keine Austragung des Halbfinalspiels mit Zuschauerkulisse wegen der Beschränkungen und Auflagen möglich sein. Ein Ausweichen, beispielsweise in die Löwen-Spielstätte, kommt auch nicht in Frage, weil der FCM als Ausrichter die Miete und Organisation im Grünwalder Stadion in München organisatorisch und vor allem finanziell schultern müsste. „Unter diesen Gesichtspunkten ist es wirtschaftlich nicht darstellbar“, so Buchmann, der mit 1860-Geschäftsführer Marc-Nicolai Pfeifer nach sehr einvernehmlichen Gesprächen zu einer guten Lösung gekommen ist. Die Löwen werden als Ersatz, voraussichtlich im Sommer 2021, zu einem „Solidaritätsspiel“ in Memmingen antreten, dessen Einnahmen dann dem FCM zugutekommen.

 „Mit dieser Lösung konnten wir eine Vorteilssituation für beide Vereine erzielen“, erklärt Geschäftsführer Pfeifer. „Wir werden mit dem Solidaritätsspiel dem FCM, zumindest anteilig, die bereits sicher geglaubten Einnahmen bescheren, unseren Löwen-Fans, insbesondere in Memmingen und Umgebung, ein schönes Spiel ermöglichen und zudem ein weiteres wichtiges Wochenende in der bevorstehenden Saisonvorbereitung gewinnen.“

Die nicht-sportliche Ermittlung des bayerischen Toto-Pokalsiegers, der bekanntlich an der 1. Hauptrunde im DFB-Pokal teilnehmen darf, ist im Übrigen für den Bayerischen Fußball-Verband – im Gegensatz zu anderen Landesverbänden – keine Option.

„In diesen Zeiten ist leider auch im Fußball nichts mehr normal“, hofft Buchmann auf eine gewisse Unterstützung und Signalwirkung bei den Fans. Die Käufer von Pokalkarten werden mit einem attraktiven Freundschaftsspiel gegen 1860 München entschädigt. Der FCM plant deshalb auch den Kartenvorverkauf wieder aufzunehmen, nur eben jetzt für das Solidaritätsspiel, mit dem nicht nur der Memminger Anhang den Verein unterstützen kann, sondern im Gegensatz zu Aktionen mit fiktiven Spielen auch eine echte Gegenleistung erhalten wird.

Für das Solidaritätsspiel gelten die gekauften Pokalkarten. Memmingen würde es extrem helfen, wenn alle Fans der insgesamt 3.500 bereits abgesetzten Tickets auf eine Rückerstattung verzichten würden. Für diejenigen, die ihr Geld dennoch wiederhaben wollen, wird es eine Rückabwicklung geben. Informationen zu den weiteren Details werden in Kürze bekanntgegeben.

Der Final-Gegner der Löwen wird in der Halbfinal-Begegung zwischen dem SV Viktoria Aschaffenburg und dem FC Würzburger Kickers ermittelt. Das Endspiel findet am 4. oder 5. September 2020 statt. Im Falle des Finaleinzugs der Würzburger Kickers würde das Endspiel im Grünwalder Stadion stattfinden.

 

 

09.06.2020:

Die DFL Deutsche Fußball Liga GmbH hat den Löwen schriftlich mitgeteilt, dass der Lizenzierungsausschuss das Grünwalder Stadion als Spielstätte für die anstehende Saison in der 2. Bundesliga zulässt. Die vom TSV 1860 München eingereichten Unterlagen zur Lizenzierung für die Saison 2020/2021 hielten der Prüfung des Lizenzierungsausschusses stand. „Das ist eine äußerst erfreuliche und positive Nachricht“, sagt 1860-Geschäftsführer Michael Scharold, „und das Ergebnis der sehr guten Zusammenarbeit von Stadt, Behörden, DFL und 1860 bei der Lösung der Herausforderungen an diesem Standort. Mein Dank geht an alle Beteiligten für ihren Einsatz in den letzten Wochen und Monaten.“

 

03.06.2020:

Die beiden kommenden Heimspiele der Löwen gegen die Würzburger Kickers und Hansa Rostock sind beim BR Fernsehen in der Sendung „Blickpunkt Sport“, jeweils samstags ab 14 Uhr live zu sehen. Toller Service für alle Sechzger-Fans. Die beiden kommenden „Geister“-Heimspiele gegen den FC Würzburger Kickers am Samstag, 6. Juni 2020, Anpfiff 14 Uhr, und gegen den F.C. Hansa Rostock eine Woche später am 13. Juni 2020, ebenfalls 14 Uhr, sind frei empfangbar im BR Fernsehen zu sehen. Moderiert wird die Übertragung aus dem Studio in Freimann von Markus Othmer, Kommentator ist Florian Eckl. Als Experte und Co-Kommentator ist gegen Würzburg Ex-Löwen-Keeper Michael Hofmann im Einsatz. Neben der Live-Übertragung zeigt das BR Fernsehen immer samstags ab 17.15 Uhr in „Blickpunkt Sport“ bis 17.45 Uhr jede Woche eine ausführliche Zusammenfassungen der aktuellen Spiele der fünf bayerischen Drittligisten. Dazu sind alle Tore auf BR24Sport.de und in der BR24-App auch online zu sehen. Zudem ist die 3. Liga fester Bestandteil des Fußballsamstags im Inforadio B5 aktuell und in „Heute im Stadion“, dem Radioklassiker auf B1.

21.05.2020:

Die 3. Liga wird den bundesweiten Spielbetrieb ab dem 30. Mai wieder aufnehmen und die aktuelle Saison fortsetzen. Die spieltechnische Voraussetzung dafür hat das DFB-Präsidium mit einer aktuellen Anpassung des Rahmenterminkalenders geschaffen. Der Beschluss wurde im schriftlichen Umlaufverfahren getroffen.

Die bevorstehende Rückkehr in den bundesweiten Spielbetrieb der 3. Liga erfolgt unter Berücksichtigung der politischen Verfügungslagen. In zahlreichen Bundesländern liegen inzwischen positive Bescheide für die Wiederaufnahme des Spielbetriebs vor, auch für die 3. Liga. Der Saisonfortsetzung zugrunde liegt das Hygienekonzept, das DFB und DFL gemeinsam für alle Profiwettbewerbe im deutschen Fußball erarbeitet haben und das in der Bundesliga sowie 2. Bundesliga bereits entsprechend zur Anwendung kommt.

Den Auftakt nach fast dreimonatiger Spielpause in der 3. Liga macht der 28. Spieltag am 30. Mai. Die Löwen beginnen am Sonntag, 31. Mai 2020 um 13 Uhr im Grünwalder Stadion gegen den MSV Duisburg und reisen am 3. Juni 2020 zum 1. FC Kaiserslautern. Anpfiff auf dem Betzenberg ist am Mittwoch um 20.30 Uhr. Weitere Spieltage sind aktuell noch nicht terminiert.

Der Rest der Saison wird durchgehend im Rhythmus Englischer Wochen absolviert, elf Spieltage sind noch auszutragen. Beendet werden soll die Saison mit dem 38. Spieltag am 4. Juli. Die anschließende Relegation zur 2. Bundesliga soll bis zum 11. Juli abgeschlossen sein. Diese Rahmenplanungen sind in enger Abstimmung mit dem Ausschuss 3. Liga erfolgt. Terminliche Abweichungen, beispielsweise durch etwaige Mannschaftsquarantänen bedingt, sind weiterhin möglich.

 

16.03.2020:

Die 3. Liga unterbricht ihren Spielbetrieb zunächst bis 30. April. Darauf hat sich die Spielleitung der 3. Liga mit dem Ausschuss 3. Liga und den Vertretern der 20 Drittligisten im Rahmen einer außerordentlichen Managertagung am heutigen Montag verständigt. Der festgelegte Zeitraum orientiert sich an den aktuell vorliegenden behördlichen Anordnungen. Betroffen sind die Spieltage 30 bis 35, sollte die behördliche Verfügungslage nicht doch eine frühere Austragung zulassen.

11.03.2020:

Die beiden nächsten Spieltage in der 3. Liga werden verlegt. Mit dieser Entscheidung folgt der DFB als Liga-Träger der Empfehlung des Ausschusses 3. Liga, die im Austausch mit den 20 Klubs ausgesprochen wurde. Der 28. und 29. Spieltag, die ursprünglich für dieses Wochenende sowie kommenden Dienstag und Mittwoch terminiert waren, werden frühestens Anfang Mai nachgeholt. Die genauen Zeitpunkte werden noch festgelegt. Tickets behalten ihre Gültigkeit.

Die Frage, wie ab dem 30. Spieltag in der 3. Liga verfahren wird, soll am kommenden Montag geklärt werden. Der DFB hat an diesem Tag den Ausschuss und alle Klubs der 3. Liga zu einer außerordentlichen Versammlung in Frankfurt am Main eingeladen.

DFB-Generalsekretär Friedrich Curtius sagt: „Wir befinden uns in einer Ausnahmesituation, nahezu stündlich ergeben sich neue Sachlagen. Klar ist: Die Gesundheit steht über allem. Klar ist darüber hinaus, dass wir unserer Verantwortung für die Vereine gerecht werden wollen und müssen. Vor diesem Hintergrund ist vom DFB für den Fußball in Deutschland ein vernünftiges und entschlossenes Handeln gefragt. Dies muss stets auf Grundlage der von den zuständigen Gesundheitsbehörden ausgesprochenen Verfügungen und im engen Austausch mit den beteiligten Klubs - wie nun in der 3. Liga - geschehen.“

Der Ausschuss 3. Liga, der sich zum großen Teil aus Klubvertretern zusammensetzt, hatte sich bereits am Montag in einer ersten Einschätzung grundsätzlich dafür ausgesprochen, die von behördlichen Anordnungen betroffenen Partien zunächst eher zu verlegen statt Geisterspiele auszutragen. Hintergrund ist die besondere wirtschaftliche Sensibilität in der 3. Liga, in der die Erträge aus dem Spielbetrieb existenziell für die Klubs sind und mehr als 21 Prozent der jährlichen Gesamteinnahmen ausmachen. Die Haltung des Ausschusses erhärtete sich mehrheitlich im weiteren Austausch mit den Klubs. Der daraus folgenden Empfehlung hat sich der DFB unter Beachtung zahlreicher weiterer Faktoren und in Abwägung der Gesamtsituation nun angeschlossen.

Alle Beteiligten sind sich dabei im Klaren, dass die weiteren Folgen des Coronavirus‘ auf den Spielbetrieb der laufenden Saison noch nicht in vollem Umfang abzusehen sind. Zum Schutze des Wettbewerbs wurde sich daher darauf verständigt, die kompletten Spieltage 28 und 29 zu verlegen und nicht ausschließlich die Partien, die aktuell von behördlichen Anordnungen betroffen sind. So ist gewährleistet, dass alle Klubs die gleiche Anzahl von Spielen absolviert haben und kein verzerrtes Tabellenbild entsteht. Das weitere Vorgehen wird am Montag in der Versammlung mit den Vereinen abgestimmt.

Günther Gorenzel: „Wir sind froh, dass durch die Absage der nächsten beiden Spieltage zumindest für wenige Tage Chancengleichheit in sportlicher und wirtschaftlicher Sicht in der 3. Liga herrscht. Denn Chancengleichheit ist das oberste Gebot der Fairness im Sport. Einem jeden in Verantwortung stehendem muss jedoch bewusst sein, dass wir uns dadurch nur einige Tage Zeit erkauft haben, um unserer gesundheitspolitischen Verantwortung nachzukommen und am Beginn der nächsten Woche mittelfristige Lösungen finden müssen, denn Corona wird nicht bis zum Mitte der nächsten Woche aus unserem Leben verschwinden.“

Die Tickets für das Heimspiel des TSV 1860 München gegen den MSV Duisburg behalten ihre Gültigkeit.

 

03.02.2020:

Der Termin für das Toto-Pokal-Halbfinale der Löwen ist fix. Am Dienstag, 31. März 2020, spielt das Team von Trainer Michael Köllner bei Regionalligist FC Memmingen um den Einzug ins Endspiel. Anpfiff in der Arena Memmingen ist um 17.30 Uhr. SPORT1 überträgt live im Free-TV.

12.12.2019:

Der Gegner im Toto-Pokal-Halbfinale steht fest. Es ist Regionalligist FC Memmingen. Damit kommt es zu einer Neuauflage des letztjährigen Achtelfinales. In einem engen Spiel gewannen die Sechzger in der 90. Minute mit 1:0 durch ein Tor des eingewechselten Herbert Paul.

Neben den Löwen befanden sich Titelverteidiger FC Würzburger Kickers sowie Viktoria Aschaffenburg und der FC Memmingen im Lostopf. Josef Müller, Vize-Präsident von Lotto Bayern, brachte jeweils einen Regionalligisten und einen Drittligisten zusammen. DAs unterklassige Team genießt Heimrecht. Im anderen Halbfinale empfängt Vorjahresfinalist Aschaffenburg die Würzburger Kickers.

Die beiden Halbfinalspiele werden aller Voraussicht am 21./22. April 2020 ausgetragen. Eine termingenaue Ansetzung erfolgt in Absprache des BFV mit den beteiligten Klubs und im Falle einer Liveübertragung mit dem betreffenden Fernsehsender. Im Vorjahr waren beide bayerischen Halbfinals live im Free-TV zu sehen, das Endspiel gab’s am „Finaltag der Amateure“ in der Live-Konferenz der ARD. Auch heuer finden alle Landespokal-Finalspiele an einem Tag statt und zwar am Samstag, 23. Mai 2020.

Im Toto-Pokal-Wettbewerb geht es für die Löwen nicht nur ums Prestige, sondern auch um einen Startplatz in der lukrativen 1. Hauptrunde des DFB-Pokal-Wettbewerbs 2020/2021.

11.11.2019:

Eine hundertprozentige Sicherheit gibt es im Leben nie – und schon gar nicht bei den Löwen. Trotzdem wurde bei der fast eine Stunde dauernden Vorstellung von Michael Köllner beim TSV 1860 München schnell klar, dass es passen könnte zwischen dem neuen Cheftrainer und dem Traditionsklub aus Giesing.

„Ich mach‘ nur Sachen in meinem Leben, auf die ich richtig Bock habe“, erklärte der 49-jährige Michael Köllner. Er verfolge keinen Karriereplan, sondern will einfach Dinge machen, „an denen ICH Freude habe. Deshalb ist Sechzig ein Geschenk.“

Dabei war Köllner auf den ersten Blick nicht die naheliegende Lösung. Auch nicht bei Sport-Geschäftsführer Günther Gorenzel, der den Oberpfälzer zunächst gar nicht auf seinem Zettel hatte. Nach dem überraschenden Rücktritt von Daniel Bierofka wollte der Österreicher eine „schnelle und überzeugende Lösung“ finden. „Diese zwei Dinge waren klar.“ Bereits am Mittwoch sondierte er den Trainermarkt. „Den Kontakt zu Michael Köllner habe ich erst spät bekommen. Ich glaube, er war schon im Schlafanzug, als ich ihn am Mittwochabend erreicht habe“, scherzte Gorenzel.

Bereits am nächsten Tag trafen sich die beide. „Wir haben uns mehrere Stunden ausgetauscht. Mir war schnell klar, dass ich mit ihm finalisieren möchte. Er hat beim Club das geschafft, was hier bei Sechzig auf ihn zukommen wird.“ Kurz umrissen heißt das: In einem schwierigen, aber begeisterungsfähigen Umfeld mit beschränkten finanziellen Mitteln eine erfolgreiche Mannschaft – möglichst mit Talenten aus dem eigenen Nachwuchs – zu entwickeln.

Für Köllner war es keine rationale Entscheidung, das Amt des Cheftrainers bei den Löwen zu übernehmen, sondern eine „aus dem Herz heraus“, wie er betont. Fünf Jahre habe er in München in der Lindenstraße, nicht weit vom Trainingsgelände der Sechzger, gewohnt, bevor er nach Nürnberg g. Bereits 2004 hospitierte er während seiner Ausbildung zum Fußball-Lehrer beim TSV 1860, hatte seitdem den Verein immer „intensiv verfolgt“.

Er selbst war „total überrascht“ von Daniel Bierofkas Rücktritt, ebenso, „dass Sechzig an mich herangetreten ist“. Schnell wurde ihm klar, dass es „passen und richtig gut funktionieren“ könnte. „Das Fanpotential spricht für sich. Es ist viel Kraft im Verein. Sechzig gehört zu den drei großen Klubs in Bayern.“

Zudem übernimmt Köllner ein intaktes Team. „Die Mannschaft hat in Halle ein positives Statement abgegeben, war gut eingestellt von Oliver Beer.“ Sie hätte Charakter und Leidenschaft gezeigt. „Daran werden wir weiter arbeiten und versuchen, die nächsten Steps zu machen!“ Bis zum Derby gegen die kleinen Bayern bleiben Köllner zwei Wochen Zeit, die er intensiv nutzen will. „Deswegen werden wir kein Testspiel der Länderspielpause machen.“

Köllner schätzt die erfolgreiche Arbeit seines Vorgängers. „Ich werde auch mit Daniel über viele Themen reden, wenn wir uns treffen. Aber das Vergangene ist für mich uninteressant. Ich muss mit meiner Kompetenz überzeugen. Jetzt beginnt eine neue Etappe.“ Bierofka habe ihm ein gutes Fundament hinterlassen. „Ich blicke nach vorne, will nicht verwalten, sondern die Mannschaft weiterentwickeln.“

Mit Günter Brandl hat Köllner einen erfahrenen Assistenten mitgebracht. Er sei sein „Vertrauensmann“. Gleichzeitig stellte Köllner klar, dass er dadurch nicht die Kompetenz des bisherigen „Staff“ in Frage stelle. Im Gegenteil: „Die Mannschaft hatte in Halle einen klaren Plan, war sehr griffig. Wir werden schauen, wie wir in Zukunft die Aufgaben verteilen.“ Für ihn sei ein intaktes Trainer- und Betreuerteam der Schlüssel zum Erfolg. „Bei uns in der Oberpfalz sagt man: Wie der Herr, so‘s Gescherr. Wenn der Staff funktioniert, dann funktioniert auch die Mannschaft.“

Für Köllner sind die Parallelen zu seiner Zeit beim 1. FC Nürnberg augenscheinlich. Dort übernahm er in einer schwierigen Phase den neunfachen Deutschen Meister. „Das war nicht einfach, der Club stand kurz vor der Insolvenz. Trotzdem haben wir es geschafft, sind sogar in die Bundesliga aufgestiegen.“

Ähnlich wie bei den Franken damals sei das erste Ziel, „eine sorgenfreie Saison“ zu spielen. „Wir müssen alles dafür tun, um zu punkten und Stabilität in unsere Leistungen zu bringen. Dann können wir im Sommer sehen, was zukünftig möglich ist.“

Sein Ansinnen sei immer der maximale Erfolg. „Ich verspreche, dass wir jedes Spiel so angehen, um die drei Punkt holen.“ Er stehe mit beiden Beinen auf dem Boden. „Ich kann aus der Tradition nicht ableiten, Bundesliga zu spielen. Aber ich kann alles dafür tun, um irgendwann wieder dorthin zurückzukehren. Für die Deutsche Meisterschaft von 1966 bekommst du keine Punkte. Du musst in der Gegenwart alles für den Erfolg tun“, so seine Maxime.

09.11.2019:

Der TSV 1860 München hat Michael Köllner als neuen Cheftrainer verpflichtet und wird den 49-jährigen am Montag im Rahmen einer offiziellen Pressekonferenz persönlich vorstellen. Ab Dienstag leitet Köllner erstmals das Training der Löwen.

„Nach dem überraschenden Rücktritt von Daniel Bierofka war es unser Ziel, schnell einen neuen Coach zu finden, um die Länderspielpause möglichst optimal nutzen zu können“, sagt Sport-Geschäftsführer Günther Gorenzel. „Wir sind mehr als glücklich, dass wir den Nürnberger Aufstiegstrainer Michael Köllner für Sechzig gewinnen konnten. Er hat große Erfahrung sowohl als Profi- als auch als Nachwuchscoach.“

So gelang unter Köllner dem 1. FC Nürnberg in der Saison 2017/2018 der Aufstieg in die Bundesliga. Zuvor war er U21-Trainer und leitete parallel das Nachwuchs-Leistungszentrum des Clubs. Von 2002 bis 2014 arbeitete Köllner zwölf Jahre für den Deutschen Fußball-Bund (DFB) als Koordinator im Bereich Talentförderung.

„Er ist ein echter Spieler-Entwickler, der aber auch über Jahre Trainer ausgebildet hat“, streicht Gorenzel die Qualitäten des neuen Löwen-Coachs heraus. „Auch dank seiner Arbeit konnte der 1. FC Nürnberg eine wirtschaftlich schwierige Phase überstehen und gleichzeitig sportliche Erfolge feiern. Das ist genau das, was wir für den TSV 1860 wollen und brauchen.“

Auch für Michael Scharold, den kaufmännischen Geschäftsführer der Löwen, ist der gebürtige Oberpfälzer Köllner die absolute Wunschlösung. „Wir wissen um die herausfordernde Situation, in der sich der Verein befindet. Michael Köllner hat uns in seinem Auftreten und mit seinem Konzept sofort überzeugt. Wir sind der Meinung, dass er der richtige Mann für die anstehenden Aufgaben ist und mit seiner Art ausgezeichnet zu den Löwen passt.“

Der Regensburger Günter Brandl (57) wird Köllner als Assistent zur Seite stehen und das bestehende Trainerteam ergänzen.

05.11.2019:

Der TSV 1860 München und Daniel Bierofka beenden mit sofortiger Wirkung die Zusammenarbeit. Daniel Bierofka hat die Geschäftsführung aus persönlichen Gründen um Auflösung seines Vertrages gebeten. Diesem Wunsch kommt der Verein nicht zuletzt aufgrund der großen Verdienste in den letzten Jahren nach.  

Michael Scharold, der kaufmännische Geschäftsführer: „Daniel war nach dem Abstieg in die Regionalliga der Anker für das taumelnde Schiff. In der schwierigsten Phase des Vereins ist er vorangeschritten und hat in kürzester Zeit eine Mannschaft aufgebaut, die am Ende den sofortigen Aufstieg in die 3. Liga schaffte. Im letzten Jahr hat er unter der Doppelbelastung mit der Ausbildung zum Fußballlehrer die Klasse gehalten. Die nun knapp 2,5 Jahre waren sehr ereignisreich und nur durch extremen persönlichen Einsatz von Daniel Bierofka zu stemmen. Der Dank für diesen Einsatz kann gar nicht groß genug sein.“

Günther Gorenzel, Geschäftsführer Sport: „Mit Daniel verbindet mich eine lange Vergangenheit. Ich schätzte Daniel als Spieler, als Trainerkollege im NLZ und schätze ihn heute als unglaublichen Fachmann an der Linie. Mir fällt es sehr schwer die Entscheidung von Daniel Bierofka hinzunehmen, aber der Respekt für den Menschen und für das von ihm erreichte verlangen es dem Wunsch des Trainers nachzukommen. Ich werde nie in meinem Leben den Aufstieg im Mai 2018 vergessen. Ich möchte mich an dieser Stelle von Herzen für die vertrauensvolle Zusammenarbeit der letzten Jahre bedanken. Wir wünschen ihm viel Erfolg auf seinem weiteren sportlichen Werdegang.“

Auch die beiden Gesellschafter bedauern das Ausscheiden von Daniel Bierofka sehr. Hasan Ismaik, der sich am Dienstagabend persönlich vom Ex-Nationalspieler verabschiedete: „Für mich geht Daniel Bierofka als Held. Er steht wie kein Zweiter für 1860. Bereits in der 2. Bundesliga hat er zweimal als Interimstrainer Außergewöhnliches geleistet. Die Leistungen der letzten zwei Jahre sind gar nicht hoch genug zu bewerten. Leider konnte ich ihn nicht mehr umstimmen. Es wird schwer die Lücke, die Daniel hinterlässt, zu schließen."

Und Präsident Robert Reisinger meint: „Für 1860 ist dies eine sehr traurige Nachricht. Daniel ist das Gesicht des Vereins. Sein Kampfgeist, sein Siegeswille verkörpern die Werte des Vereins. Vielen Dank für den unermesslichen Einsatz!“.

Bis auf weiteres wird Oliver Beer die Mannschaft betreuen und sie auch auf das Spiel in Halle vorbereiten. Geschäftsführer Sport Günther Gorenzel: „Die Entscheidung des Trainers hat auch uns überraschend getroffen. Wir werden nun in den nächsten Tagen akribisch den Markt sondieren. Eine Lösung mit mir an der Seitenlinie wird es nicht geben, das gebührt der Respekt vor Daniel. Daher hoffen wir schon bald eine Lösung vorstellen zu können.“

Daniel Bierofka wird bis auf weiteres eine Pause einlegen. Daniel Bierofka: „Die letzten 2,5 Jahre waren sehr kräfteaufreibend. Für mich gilt es jetzt erst einmal die Tanks wieder aufzufüllen. Dazu will ich viel Zeit mit meiner Familie verbringen, die zuletzt viel zu kurz kam. Mit etwas Abstand werde ich mich dann aber sicher wieder dem Fußball zuwenden. Ich bedanke mich bei 1860 für das in mich gesetzte Vertrauen und auch das Verständnis für die nun getroffene Entscheidung, die sowohl für mich als auch den Verein die Beste ist. Ich werde diese intensive Zeit immer im Herzen behalten.“

 

Trikot 2019-2020

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat den Rahmenterminplan der 3. Liga für die Saison 2019/2020 veröffentlicht. Der TSV 1860 München startet mit einem Heimspiel gegen Preußen Münster im Grünwalder Stadion. Anpfiff ist am Freitag, 19. Juli 2019, 18.60 Uhr.

Die Löwenspiele.

1. Spieltag, 19.07.2019, 19.00 Uhr, TSV 1860 München – SC Preußen Münster
2. Spieltag, 26.-28.07.2019, Eintracht Braunschweig – TSV 1860 München
3. Spieltag, 30./31.07.2019, TSV 1860 München – FSV Zwickau
4. Spieltag, 02.-05.08.2019, SV Waldhof Mannheim – TSV 1860 München
5. Spieltag, 16.-19.08.2019, TSV 1860 München – SV Meppen
6. Spieltag, 23.-26.08.2019, 1. FC Magdeburg – TSV 1860 München
7. Spieltag, 30.08.-02.09.2019, Chemnitzer FC – TSV 1860 München
8. Spieltag, 13.-16.09.19.2019, TSV 1860 München – FC Carl Zeiss Jena
9. Spieltag, 20.-23.09.2019, MSV Duisburg – TSV 1860 München
10. Spieltag, 27.-30.09.2019, TSV 1860 München – 1. FC Kaiserslautern
11. Spieltag, 04.-07.10.2019, FC Würzburger Kickers – TSV 1860 München
12. Spieltag, 18.-21.10.2019, TSV 1860 München – KFC Uerdingen
13. Spieltag, 25.-28.10.2019, F.C. Hansa Rostock – TSV 1860 München
14. Spieltag, 01.-04.11.2019, TSV 1860 München – FC Viktoria Köln
15. Spieltag, 08.-11.11.2019, Hallescher FC – TSV 1860 München
16. Spieltag, 22.-25.11.2019, TSV 1860 München – FC Bayern München II
17. Spieltag, 29.11.-02.12.2019, SpVgg Unterhaching – TSV 1860 München
18. Spieltag, 06.-09.12.2019, TSV 1860 München – SG Sonnenhof Großaspach
19. Spieltag, 13.-16.12.2019, FC Ingolstadt 04 – TSV 1860 München
20. Spieltag, 20.-23.12.2019, SC Preußen Münster – TSV 1860 München
21. Spieltag, 24.-27.01.2020, TSV 1860 München – Eintracht Braunschweig
22. Spieltag, 31.01.-03.02.2020, FSV Zwickau – TSV 1860 München
23. Spieltag, 07.-10.02.2020, TSV 1860 München – SV Waldhof Mannheim
24. Spieltag, 14.-17.02.2020, SV Meppen – TSV 1860 München
25. Spieltag, 21.-24.02.2020, TSV 1860 München – 1. FC Magdeburg
26. Spieltag, 28.02.-02.03.2020, TSV 1860 München – Chemnitzer FC
27. Spieltag, 06.-09.03.2020, FC Carl Zeiss Jena – TSV 1860 München
28. Spieltag, 13.-15.03.2020, TSV 1860 München – MSV Duisburg
29. Spieltag, 17./18.03.2020, 1. FC Kaiserslautern – TSV 1860 München
30. Spieltag, 20.-23.03.2020, TSV 1860 München – FC Würzburger Kickers
31. Spieltag, 27.-30.03.2020, KFC Uerdingen – TSV 1860 München
32. Spieltag, 03.-06.04.2020, TSV 1860 München – F.C. Hansa Rostock
33. Spieltag, 11.-13.04.2020, FC Viktoria Köln – TSV 1860 München
34. Spieltag, 17.-20.04.2020, TSV 1860 München – Hallescher FC
35. Spieltag, 24.-27.04.2020, FC Bayern München II – TSV 1860 München
36. Spieltag, 02.-04.05.2020, TSV 1860 München – SpVgg Unterhaching
37. Spieltag, 09.05.2020, 13.30 Uhr, Sonnenhof Großaspach – TSV 1860 München
38. Spieltag, 16.05.2020, 13.30 Uhr, TSV 1860 München – FC Ingolstadt 04

Bereits in die fünfte Saison geht die Ausrüstungspartnerschaft der Löwen mit Macron, einem der international führenden Teamsport-Hersteller. Auch für die Spielzeit 2019/2020 wurden in enger Zusammenarbeit ganz besondere Jerseys entwickelt.
Das neue Heimtrikot ist weiß und hat als Besonderheit einen vertikalen Streifen in Löwenblau mit einem dezenten Muster auf der linken Seite, den es in dieser Form bei den Sechzgern noch nie gab. Das Jersey wird abgerundet durch einen sehr eleganten Rundhalskragen mit dezenten, löwenblauen Einsätzen. Ergänzt wird das Outfit durch eine schwarze Hose mit blauen Highlights sowie weißen Stutzen mit einem löwenblauen Streifen auf der Rückseite.
Das neue Auswärtstrikot mit V-Kragen kommt von oben bis unten in sehr stylischem Anthrazit daher und enthält neben eleganten Nadelstreifen ausschließlich löwenblaue Details – einschließlich der aufgenähten Logos sowie der Namen und Nummern. Ein ganz besonderes, technisches Highlight des Trikots ist der komplette Rücken aus Micromesh für eine hervorragende Atmungsaktivität.
Die „Einmal Löwe, immer Löwe“-Sticks dürfen natürlich bei beiden Trikots nicht fehlen. Ebenso tragen beide Jerseys zum ersten Mal das neue, dynamische Markenzeichen des italienischen Herstellers: den Macron Hero.
Komplettiert wird die Kollektion durch drei neue Torwarttrikots. Hier sind in dieser Saison die Farben Orange, Neongelb und Grau angesagt, die jeweils ein leichtes Ton-in-Ton Camouflage-Muster beinhalten.

 

Teams 3. Fußball-Bundesliga 2019-2020 1. FC Kaiserslautern , 1. FC Magdeburg , Bayern München II , Chemnitzer FC , Eintracht Braunschweig FC Carl Zeiss Jena , FSV Zwickau , Hallescher FC , Hansa Rostock , KFC Uerdingen 05 , MSV Duisburg , Preußen Münster , SG Sonnenhof Großaspach , SpVgg Unterhaching , SV Meppen , TSV 1860 München , Viktoria Köln , Waldhof Mannheim , Würzburger Kickers , FC Ingolstadt